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Abseits des Weges

CHRISTLICHES WESTFALEN - Formen christlicher Frömmigkeit vergangener Jahrhunderte

Kulturhistorisches Seminar mit Tagesexkursion nach Stift Freckenhorst und Telgte
Das Münsterland gilt auch heute noch als »urkatholisch«. Einige Zentren christlicher Missionierung in diesem alt-sächsischen Kernland gehen auf karolingische Gründungen zurück, wie die Bistümer Paderborn, Münster und Osnabrück. Genauso gehören auch die etwas weniger berühmten Stifte und Klöster wie Freckenhorst, Nottuln oder Borghorst zu diesen »Leuchttürmen« früher Christianisierung im 9. und 10. Jahrhundert. Sie gehen zumeist auf Gründungen regionaler Adelsgeschlechter zurück, wie in Vreden (gegr. 839), Freckenhorst (gegr. um 854) oder die etwas späteren Stifte Nottuln und Borghorst, die, um den Fortbestand ihrer Stiftungen für die eigene Familie zu sichern, zumeist Verwandte als erste Äbtissinnen einsetzten. So gelangte auch die hl. Thiatildis im Stift Freckenhorst auf den Äbtissinnenstuhl.
Nach der Reformation behielt das Münsterland seine konfessionelle Ausrichtung, die sich auch in regionalen Wallfahrtsstätten wie Werl, Stommeln, Coesfeld oder Telgte niederschlug. So wurde die Marienwallfahrt zu Telgte (seit 1455 bezeugt) im Laufe der Barockzeit zum Hauptwallfahrtsort des Bistums Münster und darüber hinaus.
Das Seminar führt am ersten Tag in die Frömmigkeitsgeschichte Westfalens ein. Am anschließenden Exkursionstag wird die Stiftskirche Freckenhorst mit ihrem z.Zt. sanierten, ottonischen Westwerk und die bis heute für Westfalen bedeutsame Marienwallfahrtstätte Telgte besucht.

Teilnahmebeitrag pro Person
- inkl. Verpflegung, Unterkunft und Exkursionskosten: EZ 166 / DZ 151 (139 / 131) €
- inkl. Verpflegung und Exkursionskosten, ohne Unterkunft: 111 €

Teilnahmebeiträge mit Ermäßigung stehen in Klammern. Ermäßigungen sind vorgesehen für: in Erstausbildung Stehende (bis zum 30. Lebensjahr), Studierende (bis zum 35. Lebensjahr), Bundesfreiwilligendienstleistende, Arbeitssuchende und Sozialhilfeempfangende auf Nachweis.

Teilleistungen, die nicht in Anspruch genommen werden, können nicht abgezogen werden, weil die Berechnungen auf einer Pauschalkalkulation beruhen.

Ausfallkosten:
- bei Rücktritt 13 bis 2 Tage vor Veranstaltungsbeginn: 80 %
- bei späterem Rücktritt/Nichtteilnahme/vorzeitigem Beenden der Teilnahme: 100 %

Stornierungen sind ausschließlich an das zuständige Tagungssekretariat zu richten und bedürfen der Schriftform.


Infos zur Reihe

Abseits des Weges

Die Reihe »Abseits des Weges« nimmt zum Teil weniger bekannte, aber dennoch lohnenswerte Kulturzeugnisse der Region in den Blick. Der einführende Seminarteil am Freitag ordnet das Exkursionsprogramm des Folgetages in einen breiteren kulturhistorischen Kontext ein und vermittelt grundlegende kunst- und kulturgeschichtliche Informationen zu dem Exkursionsziel.