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Kirche und Gesellschaft

Tabernakeltür

Tabernakeltür 

»Vielleicht noch nie hat die Kirche so sehr das Verlangen verspürt, die sie umgebende Welt kennen zu lernen, sich ihr zu nähern, sie zu verstehen, zu durchdringen, ihr zu dienen, ihr die Botschaft des Evangeliums zu bringen, gleichsam um ihr nachzugehen in ihrer raschen und fortwährenden Wandlung.«
(Papst Paul VI. zum Abschluss des II. Vatikanischen Konzils, 7.12.1965)

Der Fachbereich »Kirche und Gesellschaft« versteht sich als ein Lern- und Resonanzort dialogischen Denkens und Redens. In unterschiedlichen Veran­staltungs­formaten – von Konferenzen, Fachtagungen und Internationalen Symposien bis hin zu Exposure Programmen und Summer Schools – ermöglicht er die Auseinandersetzung und wechselseitige Durchdringung von Kirche und Welt und trägt so zum Aufbau einer menschenwürdigen und lebenswerten Gesellschaft bei.

Als Denkwerkstatt und Laboratorium bietet der Fachbereich Raum für den intellektuellen und interdisziplinären Austausch mit Entscheidungs- und Verant­wortungs­trägern, Kulturschaffenden und Meinungsmachern – auf inner­kirchlicher, aber auch interkonfessioneller, interkultureller und interreligiöser Ebene. Ziel ist es, konkrete Vorgänge und Prozesse in Kirche und Gesellschaft zu evaluieren und sich an der Erarbeitung von Ansätzen, Konzepten und Perspektiven der Kirchenentwicklung im nationalen wie internationalen Kontext zu beteiligen. Der Fachbereich »Kirche und Gesellschaft« ist somit ein Forum zur Meinungsbildung in der pluralistischen, postmodernen Gesellschaft, in dem die Kirche Wahrheitsansprüche geltend machen, das in ihr gewachsene Humanisierungskapital einbringen und Räume für die Aushandlung und Verständigung über ethische Ansprüche bereitstellen kann.

Auch der weltanschaulich neutrale demokratische Staat ist auf Menschen angewiesen, die sich in Weltanschauungs- und Religionsfragen nicht neutral verhalten, die sich aber ausdrücklich auf Fairness und Friedfertigkeit im Verhältnis zueinander verpflichten lassen. Daher setzt der Fachbereich sich dafür ein, das Bewusstsein wachzuhalten, dass religiösen Menschen auch in der säkularisierten Gesellschaft eine gewichtige, für den Zusammenhalt unersetzliche Funktion zukommt.

In enger Kooperation mit dem Sozialinstitut Kommende Dortmund bringt der Fachbereich »Kirche und Gesellschaft« das Potenzial an sozial- und wirtschafts­ethischer Kompetenz, wie sie in der kirchlichen Sozialverkündigung entfaltet ist, in die entsprechenden Diskurse ein – insbesondere zu Grundfragen des Lebens und Zusammenlebens, der Integrität der Person wie der Gestaltung und Sicherung des äußeren und inneren Friedens.


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