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Architektur und Vision (9): Frei Otto und die Natur

Der Architekt Frei Otto (1925-2015) gilt als Pionier des ökologischen Bauens und als ein Vertreter der organischen Architektur. Bereits in den 1950er Jahren experimentiert er mit Membranen und Hängedächern in Leichtbauweise, inspiriert durch die Prinzipien von Spinnennetzen, Blattstrukturen und Seifenblasen. Seine bekanntesten Werke in Deutschland sind die Zeltdächer über dem Münchner Olympiapark von 1972 oder die biomorph geschwungene Multihalle für die Bundesgartenschau in Mannheim 1975, die die größte freitragende Holzschalengitterkonstruktion der Welt darstellt. Aber auch für den privaten Wohnhausbau engagierte er sich bereits in den 1970er Jahren für nachhaltige und partizipative Konzepte: So konnten unter seiner Ägide und mit Bürgerbeteiligung bei der Internationalen Bauausstellung in Berlin (IBA) 1984-87 Ökohäuser im Westberliner Tiergarten errichtet werden, die heute zu zu Inkunabeln des ökologischen Bauens mitten in der Stadt gehören. Im Seminar wird in die Ideenwelt Frei Ottos, in seine theoretischen Überlegungen und praktischen Umsetzungen zum Thema "Bauen und Natur" eingeführt und an vielen Beispielen sowie auch Dokumentarfilmausschnitten verdeutlicht. Am Schluss wird gefragt, inwieweit der Ansatz Frei Ottos auch für die heutigen ökologischen Herausforderungen des Bauens herangezogen werden kann.

Teilnahmebeitrag pro Person
- inkl. Verpflegung, Unterkunft, Buskosten, Eintritt, Führung: EZ 105 / DZ 95 €
- inkl. Verpflegung,, Buskosten, Eintritt, Führung, ohne Unterkunft: 61 €

Ausfallkosten:
- bei Rücktritt 13 bis 2 Tage vor Veranstaltungsbeginn: 80 %
- bei späterem Rücktritt/Nichtteilnahme/vorzeitigem Beenden der Teilnahme: 100 %