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Immanuel Kant (1724-1804) – Einführung in seine Kritische Philosophie

III.) Zeit und Bewusstsein bei Henri Bergson (1859–1941) und Edmund Husserl (1859–1938)

In den zwei Jahrzehnten um das Jahr 1900 entwickelten sich neue und einflussreiche philosophische Ansätze, die als Lebensphilosophie, philosophische Hermeneutik und Phänomenologie bezeichnet werden. Unter »Lebensphilosophie« werden sehr unterschiedliche Vorstellungen zusammengefasst, die in einem vernunftkritischen Begriff des Lebens gründen. Dabei reicht das sehr divergente Spektrum von irrationalistischer Kulturkritik bis hin zu wissenschaftlich-methodischen Überlegungen, wie im Werk von Wilhelm Dilthey. Sein Anliegen war die Herausarbeitung der Hermeneutik als Methode der Geisteswissenschaften, in denen es um das Verstehen des geistigen Lebens gehe. Auch Edmund Husserls Begründung der phänomenologischen Methode ist von dem Interesse an wissenschaftlicher Philosophie geleitet, die durch eine Analyse der Strukturen des Bewusstseins vorangetrieben werden soll. Beide Denker haben großen Einfluss auf die Philosophie der folgenden Jahrzehnte gehabt, insbesondere auf Martin Heideggers Hauptwerk »Sein und Zeit« (1927), mit dem wir uns im folgenden Jahr in einer neuen Reihe beschäftigen wollen. Eine Thematisierung der Zeit finden wir auch schon in Lebensphilosophie und Phänomenologie, bei Henri Bergson und Edmund Husserl. Deren Analysen des Zeitbewusstseins wenden wir uns in der dritten Veranstaltung der aktuellen Reihe zu.


III.) Zeit und Bewusstsein bei Henri Bergson (1859–1941) und Edmund Husserl (1859–1938)
Sowohl in der Lebensphilosophie, bei Henri Bergson, als auch in der Phänomenologie Husserls finden sich Analysen des zeitlichen Bewusstseins. Husserl hielt 1904/05 »Vorlesungen zur Phänomenologie des inneren Zeitbewusstseins«, und Bergson veröffentlichte 1889 sein erstes Buch: »Essai sur les donnés immédiates de la conscience«, das 1911 in deutscher Übersetzung unter dem Titel »Zeit und Freiheit. Eine Abhandlung über die unmittelbaren Bewußtseinstatsachen« erschien. Hierin spielt der Begriff der »Dauer« (»durée«) des fließenden Bewusstseins eine herausragende Rolle. Diese »erlebte Zeit« stellte Bergson quantitativen Zeitvorstellungen gegenüber und entwirft damit ein lebensphilosophisches Gegenkonzept zu szientistischen, naturwissenschaftlich geprägten Vorstellungen.

Teilnahmebeitrag pro Person
- inkl. Verpflegung und Unterkunft: EZ 203 / DZ 187,50 (175,50 / 167,75) €
- inkl. Verpflegung, ohne Unterkunft: 148 €

Teilnahmebeiträge mit Ermäßigung stehen in Klammern. Ermäßigungen sind vorgesehen für: in Erstausbildung Stehende (bis zum 30. Lebensjahr), Studierende (bis zum 35. Lebensjahr), Bundesfreiwilligendienstleistende, Arbeitssuchende und Sozialhilfeempfangende auf Nachweis.

Teilleistungen, die nicht in Anspruch genommen werden, können nicht abgezogen werden, weil die Berechnungen auf einer Pauschalkalkulation beruhen.

Ausfallkosten
- bei Rücktritt 13 bis 2 Tage vor Veranstaltungsbeginn: 80 %
- bei späterem Rücktritt/Nichtteilnahme/vorzeitigem Beenden der Teilnahme: 100 %
Stornierungen sind ausschließlich an das zuständige Tagungssekretariat zu richten und bedürfen der Schriftform.