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Halt finden im Wandel. Orientierung in Krisen- und Umbruchszeiten - Karl Barth

Wie lässt sich der Alltag bestehen, wenn Gewissheiten schwinden?
In Auseinandersetzung mit den theologischen Ansätzen von Karl Barth erkunden wir in diesem Seminar, wie Glaube in Zeiten der Veränderung Kraft entfalten kann. Theologische Reflexion, spirituelle Akzente und persönliche Resonanzräume laden ein, tragfähige Perspektiven für die Bewältigung von Umbruch und Krise zu entwickeln, Gottes Spuren im eigenen Leben neu wahrzunehmen und gestärkt in den Alltag zurückzukehren.
Individuelle und gesellschaftliche Transformationsprozesse stellen vertraute Orientierungen in Frage und fordern neue Formen der Alltagsbewältigung heraus. Das theologisch-spirituelle Wochenende nimmt diese Erfahrungen zum Ausgangspunkt einer reflektierten Auseinandersetzung mit zentralen Motiven der Theologien Karl Barths und Karl Rahners. Im Zentrum steht die Frage, wie sich christlicher Glaube unter Bedingungen von Krise und Umbruch lebenspraktisch erschließen lässt.
Ausgehend von Barths Betonung des souveränen Handelns Gottes und Rahners Verständnis der allgegenwärtigen Gnade wird der Alltag als Ort theologischer Erkenntnis und geistlicher Erfahrung erschlossen. Spiritualität erscheint dabei nicht als Sonderbereich religiöser Praxis, sondern als Haltung existenzieller Offenheit gegenüber Gottes Selbstmitteilung in der konkreten Lebenswirklichkeit.
Die Wochenenden folgen einer didaktisch-theologisch begründeten Dramaturgie von Wahrnehmung, Deutung, Praxis und Integration. Eigene Erfahrungen der Teilnehmenden werden in Beziehung gesetzt zu systematisch-theologischen Impulsen, spirituellen Übungsformen und dialogischen Reflexionsformaten.