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3. Schwerter Akademiegespräch

Vom Krawall zum Dialog - Über die Kultur des offenen Austauschs
Die freie Rede und der öffentliche Diskurs stehen von mehreren Seiten unter Druck. Dabei gilt es, der Gereiztheit im Umgang miteinander, schmallippiger
Krisenkommunikation, Verletztheitsansprüchen und Dynamiken öffentlicher Empörung einen Umgang entgegenzusetzen, bei dem zumindest die Möglichkeit eingeräumt wird, dass das Gegenüber auch Recht haben könnte.

Die Bochumer Philosophin, Prof. Dr. Maria-Sibylla Lotter, hat sich jüngst mit der begrifflichen Ausweitung von Verletzlichkeit beschäftigt, die dazu geführt hat, dass auch Sprachliches zunehmend als Gewalt wahrgenommen wird, mit starken Einschränkungen der freien Rede. Sie nimmt die allgemeinen kulturellen Wurzeln dieses Phänomens in den Blick, da man leicht in den sonst gängigen Zuordnungen von Positionen links/rechts hängenbleibt und nicht versteht, warum Einschränkungen der freien Rede aus der Sicht gesteigerter Verwundbarkeit überhaupt sinnvoll erscheinen können. Als ausgesprochen liberale Philosophin wird sie das Thema des Abends aufnehmen und zugleich Verständnis für andere Positionen entwickeln.


Einführung und Moderation:
Kerstin Gralher (Evangelische Akademie Villigst)

In Kooperation mit:
Evangelische Akademie Villigst
Internationale Musikakademie Ruhr
Ruhrakademie
Stadt Schwerte

Ort: Ratssaal der Stadt Schwerte, Rathausstraße 31, 58239 Schwerte

Eintritt: frei

Einlass: ab 17:30 Uhr

Beginn: 18:00 Uhr