Zur Übersicht

Im Dialog für die Zukunft

Antrittsbesuch des neuen Akademiedirektors in Villigst stärkt ökumenische Zusammenarbeit

Im Rahmen seines Antrittsbesuchs in der Evangelischen Akademie Villigst am 4. Mai kam der neue Akademiedirektor Msgr. Dr. Michael Menke-Peitzmeyer zu einem intensiven Austausch mit zentralen Verantwortlichen der evangelischen Bildungsarbeit zusammen. Die Begegnung mit Dr. Jan-Dirk Döhling, Leiter des Instituts für Kirche und Gesellschaft, sowie mit den beiden Akademieleiterinnen Dr. Friederike Barth und Kerstin Gralher prägten einen Vormittag, der ganz im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens und der inhaltlichen Verständigung stand.

Im Mittelpunkt stand die Vorstellung der vielfältigen Akademiearbeit in Villigst, die durch interdisziplinäre Zugänge und gesellschaftspolitische Relevanz gekennzeichnet ist. Zugleich wurde der Blick auf gemeinsame Herausforderungen im kirchlichen Transformationsprozess gelenkt – insbesondere angesichts knapper werdender personeller und finanzieller Ressourcen.

Ein besonderer Schwerpunkt des Austauschs lag auf zukünftigen Themenfeldern: Fragen der KI-Folgenabschätzung, das Verhältnis von Künstlicher Intelligenz und Ethik sowie deren Bedeutung für Seelsorge und Verkündigung wurden ebenso diskutiert wie Anliegen der Umweltethik, der Friedensarbeit und ethische Fragen am Lebensanfang und Lebensende.

Deutlich wurde dabei ein gemeinsames Anliegen: der Schulterschluss beider christlicher Kirchen in einer zunehmend säkularen Gesellschaft. Auf dieser Grundlage wurden Perspektiven für eine intensivere Zusammenarbeit entwickelt – etwa durch die Anknüpfung an bewährte Formate wie das Schwerter Akademiegespräch sowie durch den Austausch über innovative Bildungsformate.

Der Besuch wurde von allen Beteiligten als ein wichtiger Schritt vertiefter ökumenischer Kooperation gewertet. So resümierte Dr. Menke-Peitzmeyer: »Ein hoch informativer und aufschlussreicher Vormittag im vertrauensvollen Austausch« – verbunden mit der Erinnerung an eigene wertvolle Erfahrungen in der ökumenischen Gemeindearbeit und die Promotion über den protestantischen Theologen Karl Barth, die diesem Dialog eine persönliche Tiefe verliehen.

(Text: Katholische Akademie Schwerte)