
Uni-Seminar zu Nachkriegskirchen in europäischen Städten, Foto: Akademie
Das offene Blockseminar der Universität zu Köln in der Katholischen Akademie vom 23.-24.01.26 unter der Leitung von Prof. Dr. Stefanie Lieb widmete sich in seinem zweiten Teil Fragestellungen zur Situation von Nachkriegskirchen in europäischen Städten. Während im ersten Teil des Seminars im Dezember die städtebaulichen Konditionen von Nachkriegskirchen in der BRD und DDR untersucht wurden, erweiterte sich nun das Blickfeld auf europäische Städte und Neubausiedlungen in z. B. Mailand, Madrid, Barcelona, Maastricht, York, Dublin, Brüssel, Lyon und Seinäjoki (Finnland). Im Vergleich der Pastoralpläne aus den 1950er und 60er Jahren und den dazu entstandenen vielzähligen Kirchenbauten ergaben sich viele Parallelen, aber auch einige Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Mit der Perspektive auf die heutige Situation dieser Nachkriegskirchen und ihrer Transformation als Bestandteil der sich rasant verändernden europäischen Stadt, wurde deutlich, wie wichtig eine historische Herleitung und wissenschaftliche Erfassung ist, um einen adäquaten und möglichst erhaltenden Umgang mit diesem modernen religiösen Erbe zu gewährleisten.