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Gute Zeit – geschenkt und zu gestalten

Neujahrsbrief des Akademiedirektors

Liebe Freundinnen und Freunde der Akademie,

zu Beginn des neuen Jahres erreichten mich viele persönliche Weihnachtsgrüße und -wünsche. Mit diesen wurde nicht nur an ein Fest erinnert, sondern an das, was unsere Arbeit und unser Miteinander trägt: Aufmerksamkeit füreinander – gerade dann, wenn die Tage kurz sind und vieles ungewiss scheint.

Ein Wort hat mich im Übergang zwischen den Jahren begleitet: »Nicht zu wenig Zeit haben wir, sondern zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.« (Seneca)

Seneca meint damit nicht Kalenderdisziplin, sondern innere Freiheit: Zeit wird nicht erst knapp, wenn sie fehlt, sondern wenn sie zerstreut wird. Wenn wir sie nur füllen, statt sie zu wählen. Ein helles biblisches Echo darauf finde ich in dem Psalmvers: (Ps 31,16) »In deiner Hand steht meine Zeit.« Das schenkt Gelassenheit und Verantwortung zugleich: Die Tage sind Geschenk – und Auftrag. Wir dürfen sie nicht bloß »irgendwie« verbringen, sondern können sie bewusst gestalten: dem Wesentlichen Raum geben, dem Dringlichen Grenzen setzen, dem Mitmenschen wirklich gegenwärtig sein.

Ich wünsche Ihnen gute Zeit: Zeit, die stärkt statt hetzt; Zeit, die Begegnungen ermöglicht; Zeit, die Mut weckt, Fragen zu stellen und Hoffnung zu teilen. Möge 2026 uns neue Wege öffnen, auch im Leben unserer Akademie – und die Kraft schenken, sie Schritt für Schritt beherzt zu gehen.

Und so begleite uns Sein Segen: Der Gott des Lebens behüte uns, Jesus Christus schenke uns seinen Frieden, und der Heilige Geist erfülle unsere Tage mit Licht, Freude und Zuversicht.

Mit dankbaren Grüßen

 

Msgr. Dr. Michael Menke-Peitzmeyer

Direktor der Katholischen Akademie Schwerte