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– Geschichte und Politik

Filme für das private Kinoprogramm

Sehenswertes in Mediatheken und bei Streaminganbietern
Plakat Internationale Kurzfilmtage Oberhausen

Plakat der 66. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen (13.-18.05.2020) - aufgrund der Corona-Pandemie zum ersten Mal als reines Online-Festival durchgeführt. 

Seit Mitte März sind die Kinos geschlossen - auch das »Akademie-Kino«. Die Folgen dieser größten Krise der Filmwirtschaft sind noch nicht abzusehen. Auch wenn sich inzwischen eine Wiedereröffnung der Filmtheater abzeichnet, sind viele Betriebe, aber auch Produktionsfirmen und zahlreiche Filmschaffende in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Zugleich zeigt die Krise, welches kreative Potenzial in der Branche vorhanden ist und wie rasch sich neue Verbreitungswege etablieren. An dieser Stellen wollen wir Ihnen Hinweise geben, wie Sie auch in der kinolosen Zeit ihre privates Kino zuhause mit guten, sehenswerten Filmen gestalten können. Das ersetzt zwar nicht das Kino als Ort des gemeinschaftlichen Sehens, Erlebens und Diskutierens. Es kann aber - so hoffen wir - das Fenster zur Welt mit ihren aktuellen Problemen und Hoffnungszeichen, das gute Filme sind  - offen halten.

Zum Auftakt der Hinweis auf ein unverzichtbares Orientierungsmedium in der Welt des Films.

 

(16.05.20) Seit über 70 Jahren beobachtet der katholische Filmdienst das Kinogeschehen. Alle Filme, die in Deutschland in die Kinos kommen, werden kritisch und fundiert besprochen. Angesichts des totalen Shutdowns der Kinos hat die Redaktion den Fokus auf das Filmangebot bei Streaminganbietern und in den Mediatheken konzentriert. Für alle, die sich ihr eigenes Kinoprogramm unabhängig von den Vorgaben des linearen TVs zusammenstellen wollen, ist daher filmdienst.de mehr denn je die zentrale Informationsquelle.

Hier geht es zu den TV- und Mediatheken-Tipps: https://www.filmdienst.de/heimkino/tv-aktuell

Und hier finden Sie Hinweise auf Sehenswertes bei Video-on-demand- und Streaminganbietern: https://www.filmdienst.de/heimkino/vod-streaming

 

(25.05.20) Von der Corona-Krise sind nicht nur die Kinos, sondern auch die Filmfestivals betroffen. Sie leben vom direkten Austausch, von der Begegnung. So lange es noch Beschränkungen für Großveranstaltungen gibt, müssen die Verantwortlichen nach neuen Wegen suchen, nicht nur für die Präsentation der Festivalfilme, sondern auch für das Zusammenkommen des (Fach)Publikums im digitalien Raum. Gut gelungen ist das bereits bei den gerade zuende gegangenen Oberhausener Kurzfilmtagen. Größere Festivals wie Cannes und Locarno, die in diesem Jahr ebenfalls nicht in gewohnter Weise stattfinden können, müssen noch nach gangbaren Wegen suchen. Ein beachtenswerter Versuch ist das "We Are One"-Festival. Über 20 bedeutende Filmfestivals haben ein Online-Festival ins Leben gerufen, das vom 29. Mai bis 7. Juni auf einem eigenen YouTube-Kanal stattfinden wird. Eine spannende Möglichkeit, vom eigenen Wohnzimmer aus die Welt der Filmfestivals zu erkunden.

(28.05.20) Auch wenn in NRW die Kinos bald wieder öffnen dürfen: die strengen Hygieneregeln werden gerade kleinere Betriebe vor große Problem stellen. Eine schöne Möglichkeit, Kinos in dieser schwierigen Situation zu unterstützen, bietet das VoD-Portal "Kino on Demand". Wie bei anderen Streaming-Anbietern auch, kann man hier aktuelle Filme, aber auch Klassiker für 48 Stunden "ausleihen" und in seinem Heimkino sichten. Im Unterschied zu anderen Portalen werden die Filme hier nicht einfach nur gestreamt, sondern man leiht sie bei seinem Lieblingskino aus (und das Kino erhält einen Anteil an den Leihgebühren). Wenn man 5 Filme gesehen hat, gibt es einen 5-Euro-Gutschein für den nächsten "echten" Kinobesuch. Unser Akademie-Kino ist auf dem Portal zwar nicht vertreten, dafür aber z.B. unser Kirchen-und-Kino-Partnerkino "Babylon" in Hagen. Apropos Akademie-Kino: Am 5. Juni geht es weiter mit "Fridas Sommer", dem Abschlussfilm unserer aktuellen Kirchen-und-Kino-Filmreihe. Einige wenige Plätze sind noch frei, Anmeldungen sind über unsere Homepage möglich.

(04.06.20) Seit Mitte März waren alle Kinos in Deutschland geschlossen. Alle Kinos? Nein, denn wie das kleine gallische Dorf von Asterix gab es eine Kinosparte, die dafür sorgte, dass auch in den Zeiten des Lock-Downs Filme auf der großen Leinwand zu sehen waren und man nicht ganz auf das Kino-Gemeinschaftserlebnis verzichten musste: die Autokinos. Ihre Hochzeit war eigentlich schon lange vorbei, in Deutschland waren sie - anders als in den USA - ohnehin immer ein Randphänomen. Die Schließung der Kinos brachte nicht nur den ganz wenigen überhaupt noch existierenden Vertretern dieses besonderen Kinotyps einen unerwarteten Frühling. Auch in bislang autokinofreien Regionen entstanden neue Autokinos, auch in unserer Region. Ob dieser Corona-bedingte Boom von Dauer ist, kann bezweifelt werden. Vielleicht sollte man daher die Gelegenheit nutzen, das besondere Kino-Erlebnis einmal selber auszuprobieren.

Autokinoboom in NRW: https://www.filmstiftung.de/news/zweites-autokino-in-hagen-eroeffnet/

Zur Geschichte des Autokinos und seiner aktuellen Renaissance: https://taz.de/Rueckkehr-des-Autokinos-wegen-Corona/!5678237/