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Campus-Akademie 2026

Tagebuch der Campus-Akademie

(alle Fotos: ©privat)

Die Texte wurden verfasst von Teilnehmenden der Campus-Akademie 2026

 

Tag 5 (28. August 2026)

Der Tag hat wie immer mit einem schönen Impuls in den Tag gestartet, bei welchem wir uns konkret mit unseren Gedanken zu den letzten Tagen auseinandergesetzt haben. Dadurch ist der Übergang zu den neuen Themen eindrücklicher geworden, und wir sind intensiv in den Tag gestartet. Nach dem Frühstück hat Herr Dr. Harbecke uns an einem Beispiel erklärt, was es bedeutet, einem Funken im Leben zu folgen und dadurch etwas Größeres zu entflammen. Dieser Kurzvortrag hat uns auf den Austausch mit der Referentin Dorothea Böhm vorbereitet. Frau Böhms Ausstrahlung hat uns direkt in einen Bann gezogen, und ihr Engagement und ihre Lebensgeschichte wirkte direkt inspirierend. Zunächst waren wir alle davon etwas eingeschüchtert, aber nach und nach sind wir aufgetaut und haben viele Fragen bezüglich der Themen Potenzial und Persönlichkeit gestellt. Sie wird uns im Programm »Zwischen den Jahren« mit einer Potenzialanalyse zur Seite stehen. Nach dem Mittagessen kam Svea von der »Campus-Weggemeinschaft e. V.« und hat uns über den Verein und seine Aktionen informiert.

Und dann war es auch schon vorbei: Nach einer letzten Abschlussrunde überreichten Herr Springob, Herr Dr. Harbecke und Herr Dr. Menke-Peitzmeyer uns unsere Zertifikate. Damit war die Campus-Akademie 2026 offiziell beendet. Neben den Urkunden haben wir auch viele liebe Worte, guten Rat und ganz persönliche Geschenke mit auf unseren weiteren Weg bekommen.

Weiter geht es für uns mit dem Wochenende von Campus 2.0. Wir sind sehr dankbar für die Gemeinschaft, die wir in der letzten Woche erfahren durften und hoffen auf langanhaltende Freundschaften!

 

Tag 4 (27. August 2026)

Nach drei Tagen, die bereits sehr schön und vielseitig waren, erwartete uns am vierten Tag nach dem Morgenimpuls und einem leckeren Frühstück bereits unser Reisebus: Es ging ins Ruhrgebiet. Nach etwa einstündiger Fahrt war unser erstes Ziel in Rheinberg. Mit Frau Dr. Hubertine Underberg, die uns in das Stammhaus der Firma Underberg eingeladen hatte, führten wir eine Diskussionsrunde zum Thema Wirtschaften im Sinne der Nachhaltigkeit. In diesem Gespräch gab sie uns interessante Einblicke in die Funktionsweise eines Familienunternehmens und die Realität des Unternehmertums in unserer Zeit. Wir führten ein ehrliches Gespräch und konnten zahlreiche Fragen stellen. Nachdem wir uns mit einem von Frau Underberg spendierten Mittagessen gestärkt hatten, erhielten wir als »Abschiedsgeschenk« eine Box mit Underberg-Schnaps oder einen alkoholfreien Caipirinha.

Nachdem wir aus dem Stammhaus verabschiedet wurden, stiegen wir wieder in den Bus – es ging zum Gasometer in Oberhausen. Im Bus herrschte eine gute Atmosphäre, und wir konnten zahlreiche spannenden Gespräche führen. In Oberhausen angekommen gab uns Herr Dr. Harbecke eine sehr spannende Einführung in die Geschichte des Ruhrgebietes, in der wir viel neues lernen konnten. Anschließend führte uns ein Museumsführer durch die aktuelle Ausstellung im Gasometer Oberhausen. Dort erhielten wir Einblicke sowohl in unseren heimischen Wald und die Gefahren, denen dieser ausgesetzt ist, als auch in die Zerstörung, die sich in den tropischen Wäldern breit macht. Wir waren alle bewegt von den Eindrücken. Nach dem Ende der Führung folgte ein Highlight: Im Gasometer Oberhausen ist im Rahmen der Ausstellung, die wir besuchten, ein riesiger Baum aus LED-Leuchtstreifen aufgebaut. Wir legten uns entspannt unter den Baum und schauten der Lichtershow zu. Nach diesem beeindruckenden Erlebnis gingen wir noch auf das Dach des Gasometers und haben die schöne Aussicht genossen: Man konnte das ganze Ruhrgebiet überblicken und auch seine industrielle Vergangenheit anhand der zahlreichen Hallen und Industriekomplexe entdecken.

Nach einer entspannten Rückfahrt in die Akademie stand dann nach dem wohlverdienten Abendessen noch ein Gespräch mit Mouaid Alakkad an. Als Einstieg in das Gespräch diente ein von ihm selbst produzierter Film zum Thema Ausländerhass, der uns alle sehr bewegte. Nach dem Film begann eine offene Diskussionsrunde mit Mouaid. Wir fühlten uns in dem Gespräch sehr frei, da wir ihm jede Frage stellen durften. Uns alle bewegten seine Worte und Erfahrungen sehr, und diesen Abend werden wir noch lange in Erinnerung behalten.

Nach der Abendreflexion verbrachten wir noch einen schönen Abend miteinander und ließen den Tag gelassen ausklingen.

 

Tag 3 (26. August 2026)

Nach bereits drei erlebnisreichen Tagen haben wir uns heute gemeinsam intensiv mit Fragen der Moral und Ethik beschäftigt. Der Tag begann mit unserem Morgenimpuls, bei dem wir unter anderem in Ruhe geschwiegen und zusammen gesungen haben, um im Tag anzukommen.

Als Einstieg gab uns Sebastian Springob ein kurzes Briefing zu Moral und Ethik. Danach übernahm Theologiestudent Lars Klimke mit seinem Vortrag »Menschen ohne Menschenwürde?«. Am Beispiel von Schwangerschaftsabbrüchen diskutierten wir offen über den ethischen Zielkonflikt zwischen dem Schutz des werdenden Lebens und der Selbstbestimmung der Frau und schauten uns darüberhinaus rechtliche Grundlagen, statistische Daten und die Position des kirchlichen Lehramts an.

Vor der Mittagspause folgte ein Ethik-»Speed-Dating«. Dort stellten wir uns gegenseitig eigene Dilemma-Fragen zu Themen wie Tierethik, medizinischem Fortschritt oder der Bahngleis-Situation. So entstanden Diskussionen, bei denen man seinen eigenen Standpunkt schärfen und die Perspektiven der anderen kennenlernen konnte.

Nach dem leckeren Mittagessen, viel Austausch und einem kurzen Fototermin für Porträts besuchte uns Militärpfarrer Lars Spohr vom Katholischen Militärpfarramt Nörvenich. Voller Energie und vor allem nahbar erzählte er authentisch von seinem Beruf, berichtete aus dem Alltag bei der Bundeswehr und derer Möglichkeiten und zeigte uns sogar einen Teil seiner Dienstkleidung. Da wir als 2008er-Jahrgang direkt von der neuen Bogen-Pflicht zur Musterung betroffen sind, stiegen wir schnell in eine ehrliche Debatte über die Wehrpflicht ein. Am Ende waren sich viele einig, dass ein verpflichtendes soziales Jahr eine wichtige Sache wäre, die der Gesellschaft nützt und einen persönlich weiterbringt.

Beim Abendessen wurden die Themen in kleineren Runden intensiv weiterdiskutiert und anschließend in ganzer Runde reflektiert. Da wir abends frei hatten, gingen wir danach zusammen mit den Tutoren spazieren, besorgten Kleinigkeiten und machten uns einfach einen richtig coolen Abend mit Spielen, bei dem die Truppe noch enger zusammengewachsen ist.

 

Tag 2 (25. August 2026)

Der zweite Tag startete mit einem gemeinsamen Morgenimpuls in der Kapelle. Anschließend entwickelten sich beim Frühstück in immer neuen Kleingruppen zahlreiche Gespräche über verschiedenste Themen.

Der erste Programmpunkt zum Thema »Recht und Gesetz« wurde durch den interessanten Einstieg »Recht und Gerechtigkeit" von Dr. Ulrich Harbecke eingeleitet. Daraufhin hielten die Referenten Markus Hunkenschröder und Johannes Lüer von der Initiative »Grundgesetz verstehen« einen Vortrag über unser Grundgesetz, Demokratie und Wahlen.

Nach einer kurzen Pause konnten wir dann am Beispiel einer fiktiven Partei selbst über Parteiverbotsverfahren diskutieren.

Die etwas längere Mittagspause, die darauf folgte, haben wir individuell mit Einkäufen, Spaziergängen, weiteren Gesprächen und vereinzelten Powernaps gestaltet.

Im etwas improvisierten Nachmittagsprogramm haben wir zunächst über positive und negative Aspekte Europas gesprochen und angeknüpft daran stellte uns Raphael Röwekamp die Stiftung socioMovens vor. Diese setzt sich vor allem für soziales Engagement junger Menschen in Mittel- und Osteuropa ein, um durch Projektwochen sozial Benachteiligten zu helfen und Kontakte zu knüpfen. Auch darüber haben wir uns anschließend ausgetauscht und Raphael unsere Wünsche mit auf den Weg gegeben.

Nach dem Abendessen haben wir uns um den Flügel im großen Saal versammelt, um die traditionellen Lieder der Campus-Akademie zu singen und einer Geschichte aus dem Leben von Herrn Harbecke zuzuhören.

Abgeschlossen wurde das offizielle Programm mit einer Reflexionsrunde, in der jeder seine Gedanken zum Tag äußerte.

Um das viele Sitzen des Tages auszugleichen, haben wir dann noch eine kleine Nachtwanderung durch den Wald unternommen, bevor wir für den Abschluss des Tages in den Großen Saal der Akademie zurückgekehrt sind. Dort haben wir dann nochmal zusammen gesungen, mit dem Unterschied, dass es dieses Mal Lieder von Ed Sheeran, aus »The Greatest Showman« und »Mamma Mia« waren und wir zu Klavier und Geige auch noch Gitarrenbegleitung hatten. So ist auch der zweite Tag gelungen zu Ende gegangen, und man konnte spüren, wie unsere Gruppe weiter zusammenwächst.

 

Tag 1 (24. August 2026) – Ein gelungener Start in die Campus-Akademie

Mit viel Vorfreude sind wir heute in die Campus-Akademie mit dem Akademiedirektor Msgr. Dr. Michael Menke-Peitzmeyer, sowie auch Sebastian Springob und Dr. Ulrich Harbecke gestartet. Nach einem kurzen Briefing mit den wichtigsten Infos ging es direkt mit der ersten Vorstellungsrunde los. Zunächst hieß es: Name und Schule, so bekamen wir einen ersten Überblick darüber, wer diese Woche eigentlich alles dabei ist.

Nach Kaffee und Kuchen wurde es direkt etwas persönlicher. Beim ersten Impuls »Lebenswelten – Eine An-Denken-Sammlung« stellten wir uns noch einmal auf eine ganz andere Art vor. Jede Person brachte einen Gegenstand mit, der für den eigenen bisherigen Lebensweg eine besondere Bedeutung hat. Hinter den Gegenständen steckten ganz unterschiedliche Geschichten – manche lustig, manche persönlich und manche überraschend. So lernten wir uns schnell besser kennen und bekamen einen ersten Einblick in die vielschichtigen Lebenswelten der anderen.

Nach so vielen neuen Eindrücken ging es erst einmal zum gemeinsamen Abendessen. Dabei blieb genug Zeit, sich weiter auszutauschen, miteinander ins Gespräch zu kommen und die ersten Kontakte zu vertiefen.

Am Abend wartete dann ein gemeinsames Planspiel auf uns. Nach einem einleitenden Vortrag unter anderem über die Katholische Akademie Schwerte stellte uns Herr Menke-Peitzmeyer die Aufgabe, ein Konzept für eine »Junge Akademie« zu entwickeln. Dabei konnten wir selbst Ideen einbringen, diskutieren und gemeinsam überlegen, wie eine solche Akademie aussehen könnte. So bekamen wir gleichzeitig einen ersten Eindruck davon, wie die Arbeit bei der Campus-Akademie funktioniert: gemeinsam denken, diskutieren und aus verschiedenen Ideen etwas Neues entwickeln.

Zum Abschluss des Tages wurde es dann noch einmal ganz entspannt. Bei einer Runde Werwolf wurde viel diskutiert, gelacht und natürlich auch ordentlich verdächtigt. Ein schöner Abschluss für einen ersten Tag, an dem wir uns als Gruppe schon sehr gut kennengelernt haben.

Damit ist die Campus-Akademie 2026 richtig gestartet – und wir sind gespannt, was die nächsten Tage noch bringen.

 

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