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Zeitlichkeit und Freiheit in Gott? -

Muslimisch-christliche Annäherungen
Die Fachtagung ist im größeren Zusammenhang des Projektes Komparativer Theologie zu verorten, deren primäre Zielsetzung die Ermöglichung eines tieferen interreligiös-gemeinsamen Lernens ist. Die Idee ist, Theolog*innen sowohl muslimischer als auch christlicher Konfessionen zusammenzubringen, um sich über die jüngsten Entwicklungen theologischer Reflexionen über die Zeitlichkeit und Freiheit Gottes miteinander auszutauschen.
Die Frage nach aus Freiheit geschehenden Handlungen Gottes ist keine theologische Randfrage; sie stellt vielmehr einen wichtigen Bestimmungsgrund theologischer Anthropologie dar. Dabei bahnen neuere anthropologische Ansätze, wie etwa der von Thomas Pröpper, Verstehenswege, die menschliche und göttliche Freiheit in einem wechselseitigen Bestimmungsverhältnis denken und so die traditionelle Schultheologie beider Religionen herausfordern.
Von den zahlreichen Themen, die auf der Tagung eine besondere Rolle spielen sollen, seien hier nur drei Aspekte besonders hervorgehoben, die dringend einer komparativ-theologischen Erörterung bedürfen:
1. die Reflexion auf die christlich-neuzeitliche Behauptung der Notwendigkeit, Gott als vollkommene Freiheit zu bestimmen, und ihre anthropologischen Konsequenzen im Vergleich zur muslimischen Anthropologie;
2. die philosophische Analyse der scheinbaren Gegensätzlichkeit zwischen den beiden Begriffen Zeitlichkeit und Freiheit, die bei einer Aneignung des neuzeitlichen Freiheitsdenkens eine große Herausforderung für traditionelle Denkweisen darstellen, weil man nicht mehr einfach von der Beziehung zwischen einem zeitlichen Menschen und dem freien Gott ausgehen kann;
3. die Entwicklung einer gemeinsamen Basis für ein neues Verständnis des Verhältnisses zwischen menschlicher Freiheit und göttlicher Freiheit.


In Kooperation mit dem Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften, Universität Paderborn


Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Klaus von Stosch, Universität Paderborn
Nasrin Bani Assadi, Universität Paderborn


Es referieren:
Nasrin Bani Assadi, Universität Paderborn
Prof. Dr. N.N., Universität Teheran
VProf. Dr. Aaron Langenfeld, Universität Vechta
Prof. Dr. Muhammad Legenhausen, Universität Qom
JProf. Dr. Magnus Lerch, Universität Köln
Dr. Saida Mirsadri, Universität Teheran
Prof. Dr. Matthias Reményi, Universität Würzburg
Prof. Dr. N.N., Universität Freiburg i. Br.
Prof. Dr. Saskia Wendel, Universität Köln


Auf besondere Einladung.