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Der Synodale Prozess und das Charisma der Einheit

"Wir müssen eher Prozesse in Gang bringen als Räume besetzen. Gott offenbart sich in der Zeit und ist gegenwärtig in den Prozessen der Geschichte."
(Papst Franziskus)

Auf die Frage, welche Wirkung denn von der Fokolar-Bewegung auf die kirchliche Entwicklung ausgehe, antwortete P. Bernd Hagencord SJ, langjähriger Redaktionsleiter von Radio Vatikan: "Keine. Man würde ihr Verschwinden nicht bemerken." Zugegeben: die zugespitzte Formulierung eines Journalisten. Aber sie trifft einen wunden Punkt.
Mitglieder der Fokolar-Bewegung sind zwar beruflich wie ehrenamtlich oft stark in der Kirche engagiert und haben durchaus einen prägenden Einfluss in ihrem kirchlich-pastoralen Wirkungsfeld. Doch aufs Ganze gesehen ist der Beitrag der Fokolar-Bewegung zur Kirchenentwicklung doch eher gering. Dabei bräuchte es gerade angesichts der Zerreiß-probe, in der sich die katholische Kirche derzeit befindet, dringend eine geistliche Kraft, die sich von der Not berühren lässt, zugleich aber auch integrierend und inspirierend wirkt. Denn eine Krise geht nicht spurlos an einem vorbei: sie kann sich zur Katastrophe auswachsen - oder als Kairos der Ausgangspunkt für etwas Neues sein.
Grund genug, auch innerhalb der Fokolar-Bewegung in einem Prozess der Verständigung und Vergewisserung unsere Einsichten und Erfahrungen auszutauschen und miteinander Perspektiven gemeinsamen Denkens und Handelns auszuloten.
Die PRISMA-Herausgeberkonferenz lädt daher ein, im Rahmen eines Think Tanks ein, voneinander und miteinander zu lernen: "Hören, was der Geist der Kirche sagt" - und in diesem Geist Perspektiven entwickeln für eine synodale Kirche, die anziehend und zukunftsfähig ist.

Inhaltliche Leitung:
Matthias Hembrock, Bocholt
Uschi Schmitt, Wien
Johannes Vetter, Wien

Organisatorische Leitung:
Akademiedirektor Prälat Dr. Peter Klasvogt, Schwerte