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»Die Natur siegt immer, auch wenn sie scheinbar verliert« Ausstellung mit Arbeiten Manfred Krügers in der Akademie |
20.01.2010 Im Mittelpunkt der derzeit in der Akademie gezeigten Ausstellung mit Werken von Manfred Krüger steht das Motiv der Natur. »Auf dem neunten Breitengrad unterwegs« lautet der Titel der Präsentation, die im Rahmen der Reihe »Kunst im Umkreis 19« seine in den letzten Jahren geschaffenen Bildwerke in den Mittelpunkt der Betrachtung rückt.
»Die Natur siegt immer, auch wenn sie scheinbar verliert«
- dieses Credo Manfred Krügers stellte Dr. Michaela Stoffels in den Mittelpunkt ihres Einführungsvortrags anlässlich der Ausstellungseröffnung. Damit unterstrich sie, dass die gezeigten malerischen Motive, wie wilde Vegetation, Wasser und Himmel – ebenso wie die Kunst selbst –, für den Künstler ein psychologisches Rückzugsgebiet, ein Reservat an innerer Freiheit bilden. Dieser fast unbeschränkte innere Freiraum wird insbesondere im künstlerischen Umgang Manfred Krügers mit der Natur deutlich. Der Maler ist ein passionierter Reisender, der in seinen Atlantik-, Karibik- und Pazifikreisen, übrigens immer auf Frachtschiffen, die den 9. Breitengrad streifen, bestimmte Naturphänomene, aus denen er seinen kreativen Impuls bezieht, mit äußerst wachem Blick wahrnimmt und in zahllosen Bleistift- und aquarellierten Skizzen sowie in Fotografien festhält, die er möglichst zügig in Acrylbilder übersetzt. Dr. Stoffels unterstrich, dass der Malerei Krügers somit das Flüchtige und Bewegte ebenso immanent sei wie die Durchdringung der Bilder durch intensive Farb- und Formkontraste. Damit nähert sich der Künstler insbesondere impressionistischen und expressionistischen Maltechniken an, denen sich Manfred Krüger verbunden fühlt. Zugleich sei sein Werk allerdings auch in der zeitgenössischen Landschaftskunst zuhause, da es einerseits die fortschreitende Zerstörung von Natur, andererseits aber auch die Vorstellung einer wilden, unbeherrschten Natur, die sich das ihre zurückholt, thematisiere. Manfred Krüger gelingt es somit, uns die Natur trotz ihrer industriellen Relikte wieder erträglich zu machen und durch eine gelungene Ästhetik die Hoffnung zu geben, dass in ihr Selbstheilungskräfte stecken.
Die Ausstellung ist noch bis zum 7. März 2010 in der Katholischen Akademie Schwerte zu sehen.
Öffnungszeiten:
Montags bis samstags von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Sonntags von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr
Ausstelung geschlossen:
15. und 16. Februar 2010
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